Häufig gestellte Fragen

Wissenswertes rund um die Hauptuntersuchung

1. Wie erkenne ich es, in welchem Monat ich zur Hauptuntersuchung (HU) muss?

Die Hauptuntersuchung wird monatsgenau durchgeführt, das heißt der Fahrzeughalter kann an jedem beliebigen Tag innerhalb des Fälligkeitsmonats das Fahrzeug untersuchen lassen. Die Frist ist um einen Monat überschritten, wenn das Fahrzeug im nächsten Monat vorgeführt wird.

Es bestehen drei Möglichkeiten die Frist für den Fälligkeitsmonat und das Fälligkeitsjahr herauszufinden.
Am einfachsten ist es das Prüfdatum an der am Fahrzeug angebrachten Prüfplakette abzulesen. Diese befindet sich am hinteren Kennzeichen. Die Ziffer in der Mitte steht für das Fälligkeitsjahr (19 zum Beispiel für 2019). Oben, auf 12 Uhr-Position steht die Ziffer für den Fälligkeitsmonat (2 zum Beispiel für Februar).

Des Weiteren sehen sie den nächsten Termin für die Hauptuntersuchung am Stempel in der Zulassungsbescheinigung Teil I oder auch im letzten Prüfbericht.

2. Welche Unterlagen benötige ich für die Hauptuntersuchung?

Neben dem Fahrzeug benötigt man die Zulassungsbescheinigung Teil 1(Fahrzeugschein). Im Fahrzeug sollten Verbandskasten, Warndreieck und Warnweste griffbereit liegen. Allgemeine Betriebserlaubnisse oder eventuell vorhandene Anbaubestätigungen für Räder oder sonstige Änderungen am Fahrzeug bitten wir mitzubringen. Bitte beachten Sie: bei gasbetriebenen Fahrzeugen muss der Gastank mindestens zur Hälfte befüllt sein.

3. Muss ich mich zur Hauptuntersuchung anmelden?

Eine besondere Anmeldung ist bei uns nicht nötig. Sie können einfach an der Prüfstelle vorbeikommen und werden schnellstmöglich bedient. Je nach Wunsch ist natürlich eine telefonisch Voranmeldung möglich.

4. Wie lange darf ich die HU überziehen? Welche Strafe fällt bei der Überziehung des Termins an?

Der Versicherungsschutz kann durch eine abgelaufene Plakette gefährdet sein. Bei einem Unfall könnte es passieren, dass die Versicherung den Schaden nicht übernimmt.

Wird die HU länger als 2 Monate überzogen schreibt der Gesetzgeber eine vertiefte Untersuchung vor, bei der 20% Aufschlag berechnet werden. Zum Beispiel bei Fälligkeit im Dezember und Vorführung im März fällt die vertiefte Untersuchung an.

Bußgelder bzw. Punkte bei Fristüberschreitung des HU-Termins (Stand Januar 2017):

  • HU um 2 bis 4 Monate überzogen: 15 € Bußgeld;
  • HU um 4 bis 8 Monate überzogen: 25 € Bußgeld;
  • HU um mehr als 8 Monate überzogen: 60 € Bußgeld; 1 Punkt
5. Wie ist die weitere Vorgehensweise, wenn am Fahrzeug Mängel festgestellt werden?

Die vom Prüfingenieur festgestellten Mängel werden im Prüfbericht vermerkt. Handelt es sich hierbei auch um erhebliche Mängel, müssen alle Mängel spätestens innerhalb eines Monats ab dem Untersuchungsdatum (Tag genau) beseitigt werden. Danach wird das Fahrzeug zur Nachkontrolle vorgeführt und bekommt eine neue Prüfplakette. Die Frist von einem Monat sollte eingehalten werden, ansonsten ist eine erneute Hauptuntersuchung nötig.

6. Was muss ich tun, wenn der HU-Termin bei Fahrzeugen mit Saisonkennzeichen außerhalb des Betriebszeitraums liegt?

Sie kommen im ersten Monat des Saisonzeitraumes und lassen die Hauptuntersuchung durchführen. Außerhalb des Saisonzeitraumes dürfen sie das Fahrzeug nicht bewegen und es darf auch keine Hauptuntersuchung durchgeführt werden.

7. Wofür steht der Name KÜS?

Die KÜS ist eine 1980 gegründete amtlich anerkannte Überwachungsorganisation. Der Name KÜS steht für „Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger“. Mehr erfahren Sie auf der Homeage, www.kues.de.

8. Ist die KÜS so etwas Ähnliches wie TÜV oder DEKRA?

Neben TÜV und DEKRA gibt es weitere Überwachungsorganisationen, wie zum Beispiel GTÜ, FSP oder KÜS.

Die amtlich anerkannten Überwachungsorganisationen arbeiten auf Grundlage einer hoheitlichen Beleihung und haben dieselben Aufgaben. Hierbei sind TÜV und Dekra als technische Prüfstellen zusätzlich noch für weitere Punkte, wie etwas Einzelbetriebserlaubnisse nach § 21 StVZO zuständig.

Das Ingenieurbüro Wilhelm und Kollegen GmbH arbeitet im Auftrag der KÜS.

9. Kann ich mit EC-Karte bezahlen?

An der Prüfstelle kann mit EC-Karte bezahlt werden.

10. Welche Anforderungen muss mein Oldtimer zur Erlangung eines H-Kennzeichens erfüllen?

Das Fahrzeug muss vor mindestens 30 Jahren erstmals in Verkehr gekommen sein (Erstzulassungsdatum ist entscheidend) und dem „Anforderungskatalog für die Begutachtung von Oldtimern“ im Sinne §2 Nr.22 FZV und §23 StVZO entsprechen.

Gefordert wird:

  • Guter Pflege- und Erhaltungszustand des Fahrzeuges.
  • Der Originaleindruck des Fahrzeuges darf nicht durch zusätzliche Ausrüstung oder Ausstattung beeinträchtigt werden.
  • Das Fahrzeug muss sich weitestgehend im Originalzustand befinden, d.h. die Hauptbaugruppen müssen angelehnt an den damaligen Originalzustand oder zeitgenössisch ersetzt sein.

Wir prüfen im Auftrag der

Ingenieurbüro und Prüfstelle
Wilhelm & Kollegen GmbH

Nürnberger Straße 57

97076 Würzburg

info@wilhelmundkollegen.de

0931 - 35 96 99 20

0931 - 35 96 99 19